Der Flinten Ratgeber

Waffen Koch


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Donnerstag, 28.02.2008

Der Flinten Ratgeber

 

Der Lauf

Bekannt ist der oft zitierte Spruch „Der Lauf schießt, aber der Schaft trifft“, den man beherzigen sollte, wenn man eine Flinte optimal führen möchte. So wichtig der Schaft auch ist, die Läufe sind nicht zu vernachlässigen. Dies gilt heute mehr als noch vor 20 Jahren. Wichtigster Grund sind die modernen Schrotpatronen, die in der Regel viel enger schießen als früher. Schrotkörbe oder andere, zum Schutz der Schrote vor Abrieb im Lauf eingesetzte Mittel lassen die Schrotgarbe länger enger zusammenbleiben. Man sollte daher darauf achten, dass die Chokebohrung in Kombination mit der Schrotpatrone die gewünschte Streuung und Deckung erzielt. Bei Doppelflinten und Bockflinten sollte man auch einige Gedanken an die Kombination der Chokebohrungen verwenden. Bei den Selbstladeflinten und Repetierflinten gibt es allerdings nur einen Lauf, auf den es beim Schuss dann ausschließlich ankommt. Deshalb ist der Einsatz von Wechselchokes hier noch wichtiger als bei doppelläufigen Flinten. Die Wechselchokes bieten dem Jäger und Schützen die Möglichkeit, noch kurz vor dem Einsatz der Flinte die Schrotstreuung auf die besonderen Gegebenheiten abzustimmen.

Der Einfluss von Chokebohrungen

Chokebohrungen an der Mündung der Läufe beeinflussen die Breitenstreuung der Schrote. Am stärksten vertreten ist die Normalbohrung bestehend aus einem etwa 60 mm vor der Mündung beginnenden Mündungsteil. Durch diese Würgebohrung wird erreicht, dass die Schrote länger zusammenbleiben. Andere Chokeformen bewirken größere Streuungen. Wer sich beim Kauf einer Flinte nicht festlegen will, achtet auf die Möglichkeit von auswechselbaren Chokes.

Achtung beim Abzug

Aufmerksamkeit gebührt auch der Wahl des Abzuges
bei den doppelläufigen Flinten. Hierbei kann man in der Regel wählen zwischen einem Doppelabzug mit zwei Abzugszüngeln und einem Einabzug, der sich automatisch vom ersten auf den zweiten Schuss umstellt (für den Sport auch ohne Umschaltung). In beiden Fällen kann man in der Regel durch einen Schieber auf dem Kolbenhals auswählen, ob die Patrone im oberen oder im unteren Lauf zuerst gezündet werden soll. Da die beiden Läufe meistens eine unterschiedliche Würgebohrung haben, kann die Umschaltung auf den zweckmäßigeren Choke sehr hilfreich sein.

Achtung beim Abzug

Aufmerksamkeit gebührt auch der Wahl des Abzuges
bei den doppelläufigen Flinten. Hierbei kann man in der Regel wählen zwischen einem Doppelabzug mit zwei Abzugszüngeln und einem Einabzug, der sich automatisch vom ersten auf den zweiten Schuss umstellt (für den Sport auch ohne Umschaltung). In beiden Fällen kann man in der Regel durch einen Schieber auf dem Kolbenhals auswählen, ob die Patrone im oberen oder im unteren Lauf zuerst gezündet werden soll. Da die beiden Läufe meistens eine unterschiedliche Würgebohrung haben, kann die Umschaltung auf den zweckmäßigeren Choke sehr hilfreich sein.

Lieber weniger Rückstoss

Grundsätzlich schießt man lieber mit einer Waffe, wenn der Rückstoß nicht so hart ist. Das ist von mehreren Faktoren
abhängig, die unbedingt mit dem Büchsenmacher oder Waffenfachhändler besprochen werden sollten. Bei gleicher Patrone ist der Rückstoß in erster Linie von dem Gewicht der Waffe, aber auch von der Schäftung und der Art und Weise abhängig, wie der Schütze die Waffe bei der Schussabgabe hält. Dass eine optimale Schäftung Voraussetzung für den guten Flintenschuss ist, ist ja schon zur Redensart geworden. Wer besonders empfindlich auf den Rückstoß reagiert, sollte sich immer eher für ein schwereres Waffenmodell entscheiden, denn das Gewicht der Waffe entscheidet mit darüber, wie viel Rückstoß an der Schützenschulter „ankommt“. Die Schrotpatrone selbst trägt mit der Art des Pulvers und dem „Vorladegewicht“ dazu bei, ob der Rückstoß stärker oder weniger stark ist. Wesentlich aber ist das „Vorladegewicht“, das sich aus den Schrotkugeln und dem so genannten Zwischenmittel zusammensetzt. Oft hört man vom Schützen, wie angenehm weich sich doch eine bestimmte Patrone schießen lasse. Der zweite Schuss beim Trap mache gar keine Probleme. Wie wichtig das Schrotgewicht ist, wird einem erst dann bewusst, wenn man sich vor Augen führt, dass eine Patrone ohne Schrot wohl ganz besonders weich schießen würde. Nicht zu vernachlässigen als Einflussgröße auf den Rückstoß ist das so genannte Zwischenmittel. Jedes überflüssige Gramm schafft überflüssigen Rückstoß. Darum sind Plastik-Pfropfen günstiger für einen geringen Rückstoß als Filzpfropfen, die mit Fett getränkt jedoch den gewünschten Wischeffekt haben.


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